Außerunterrichtliches | Kultur

"Das beste Buch ist das, welches dem Leser seinen eigenen Reichtum fühlbar macht"

W.Bonsels

Der langjährigen Tradition des Weißeritzgymnasiums entsprechend, fand der Lesewettbewerb in diesem Schuljahr am 09.11.2010 statt.

Gespannt betraten die Schüler und Gäste den für derartige Anlässe gut geeigneten Raum in der neuen Außenstelle Pestalozzi- Straße. Nur ein riesiger Thron, der auf der kleinen Bühne des Raumes stand, betonte, was für den Wettstreit wichtig ist - der Leser.

Nach der Begrüßung machten die einführenden Worte deutlich, dass wir uns bewusst für den Termin entschieden hatten, um diesem denkwürdigen Tag in der deutschen Geschichte im besonderen Maße unsere Aufmerksamkeit zu schenken. Mit extra dafür ausgewählten Texten aus J. Kerrs Kinderbuch "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" begann der Lesewettbewerb. Wohl etwas aufgeregt kamen die Sechstklässler nach vorn und nahmen in dem großen Vorlesesessel Platz. Es war ohne Zweifel der schwierigere Teil des Wettbewerbes, der gleich am Anfang auf sie wartete. Galt es doch neben einem fehlerfreien Lesen auch noch auf eine möglichst differenzierte Betonung zu achten. Alles gar nicht so einfach, wenn da eine Jury saß, die den gesamten Vortrag kritisch "beäugte", und dann noch die Gäste; Eltern, die Schulleiterin, Lehrer und einige Mitschüler, die als moralische Unterstützung gekommen waren.

Der erste Teil war geschafft. Nach einer kurzen Pause ging es dann auch schon weiter. Jetzt trugen die Kinder Texte aus ihren Lieblingsbüchern vor. Gründlich hatten sich alle Teilnehmer gerade auf diesen Teil vorbereitet, ihn oft gelesen, Betonungen verworfen und neu gestaltet. Ob sich die ganze Mühe gelohnt hatte, sollte sich in den nächsten Minuten entscheiden.

Dann war es soweit, die Preisträger standen fest:
Den ersten Platz, und damit im Lesewettbewerb in den Kreisausscheid kommend, erreichte Lara Brasow aus der Klasse 6/2. Den zweiten Platz teilten sich Caroline Gemba 6/1 und Lukas Griehl 6/5.

Alle Preisträger erhielten dank der freundlichen Unterstützung durch Frau Erler (Buchhandlung Findus in Tharandt) passend zum Anlass ein Buchgeschenk, welches durch den Förderverein unserer Schule großzügig finanziert wurde.

Es war für alle Beteiligte ein Zeugnis dafür, dass es sich gerade in unserer heutigen Zeit lohnt, Traditionen zu bewahren und Lesen den "eigenen Reichtum fühlbar macht".

Dr. Berger

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